8. August 2004

Ecrire

Schreiben. Schreiben gegen die Unzufriedenheit. Dinge, Sachverhalte, Beziehungen klären, Gedanken, Wünsche, Vorstellungen klären. Fühlen. Endlich wieder das Leben fühlen.

Momente in denen ich das Leben fühle, sind Momente in denen ich mit der Arbeit zufrieden bin, mit C glücklich, ich etwas unternehme, organisiere, initiiere.

Diese Momente sind zu selten. Meist lasse ich mich kurzfristigen Vergnügens willen ablenken, vertändele Zeit, Lebenszeit, ohne damit glücklich zu werden. Nichtstun ist schön, wenn du es genießt, ist nützlich, macht lebendig. Zeit totschlagen im WWW ist tödlich, zerstört auf die Dauer, ist wie eine Sucht, die aushöhlt, Kraft raubt und Glück, Liebe, Zufriedenheit. Ich fühle mich nur noch selten lebendig, bewundere andere, die viel auf die Beine stellen, die mit 27 schon Dinge erreicht haben, die bei mir noch laufen unter der Rubrik „wenn ich mal groß bin…". Nicht die angestrengte Ernsthaftigkeit von Brigitte. Nicht Chefs Konzentriertheit.

Welcher meiner Freunde ist glücklich? Am ehesten Pierre. Guillaumes Coolness- & Frauenstress, Marcs einfach-so-Stress, Claire auch irgendwie unentspannt.

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