Blogjob
Endlich entdecke ich die Blog-Manie für mich. Soviele Blogs wies gibt, schein ich nicht der Einzige zu sein, der früher gern in andrer Leute Tagebücher geschnuppert hat... Allerdings ist ein vernünftiger Blog doch ein hartes Stück Arbeit - Ist Blogjob ein geeigneter Ausdruck dafür? Soviel gäbe es noch zu ergänzen, anzumerken, dem Vergessen zu entreißen... dabei hab ich doch dank meines phänomenal schlechten Zeitmanagements nie wirklich Muße (wenigstens konnte ich ein paar alte Notizen in den Blog mitaufnehmen; so muss ich nicht mehr befürchten, dass diese Zettel irgendwann Amélie in die Hände fallen).Nächste Woche ist Amélie für ein paar Tage weg, in Berlin. Ich hatte ja gehofft, dass sie schon morgen oder übermorgen fährt, dann hätte ich ein schönes Wochenende mit Nina in Lille verbringen können. Aber das wird nun nichts, und natürlich leidet das arme Ding. Ich bin aber auch ein Arsch. Nach dem ersten Besuch hätte ich ja sagen können, dass ich mir nicht mehr vorstellen könne - aber natürlich wollte ich sie mir warmhalten und hab dann einen auf verliebt gemacht. Was ich ja auch möglicherweise wäre, wenn es Amélie nicht gäbe. Obwohl ich dann jetzt eher mit Cendrine zusammen wäre.
Ich Arsch.
Und Amélie ist so mit Schwangerwerden beschäftigt. Sie ist auf einer völlig anderen Ernsthaftigkeits-Stufe in dieser Beziehung als ich. Ich lebe wie immer nicht in der Gegenwart, sondern stets in vagen Traumwelten, die aber keine festen Hoffnungen sind, die verwirklicht werden können, sondern vor allem eines: Ausflüchte aus der Gegenwart. So wird wohl nächste Woche auch ablaufen: Dates, vielleicht Sex, wenig Schlaf, Unzufriedenheit... Nichts was mich erlösen würde, denn das könnte ich nur selbst durch Ehrlichkeit, Mut und Kraft. Hab ich alles nicht. Herrjeh.
lesneigesdantan - 16. Nov, 17:42
